Premierminister ordnet Untersuchung des Gebäudeeinsturzes in Bangkok an

Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,7 erschütterte am 28. März Myanmar, Teile Thailands und brachte ein im Bau befindliches Gebäude in Bangkok zum Einsturz. Es war das einzige Gebäude in der Hauptstadt, das einen Totalschaden erlitt. Das Gebäude, das für das staatliche Rechnungsprüfungsamt geplant war, war gerade zu 30% fertiggestellt, als es einstürzte.

Das Projekt wurde von Italian-Thai Development und dem lokalen Team der China Railway Engineering Group gebaut. Thailändische Aufsichtsbehörden hatten bereits Bedenken über den Bau geäußert, unter anderem wegen Verzögerungen und möglicher Probleme mit Materialien. Im Januar schickte eine Antikorruptionsbehörde eine Warnung an den Rechnungshof, in der sie auf ernsthafte Probleme bei der Abwicklung des Projekts hinwies.

Premierminister ordnet vollständige Überprüfung an

Der thailändische Premierminister Paetongtarn Shinawatra hat eine umfassende Untersuchung mit einer strengen Frist von sieben Tagen angeordnet. Der Gouverneur von Bangkok, Chadchart Sittipunt, sagte, es sei wichtig, die genaue Ursache des Einsturzes herauszufinden, damit zukünftige Fehler vermieden und die Bauvorschriften verschärft werden können.

Schlechte Qualität der Materialien wird überprüft

Erste Untersuchungen haben Anzeichen von minderwertigem Stahl in den Trümmern ergeben. Experten untersuchen nun die Baupläne, die verwendeten Materialien und ob die Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden. Das Gebäude war bereits vor dem Beben hinter dem Zeitplan zurückgeblieben, und es gab Berichte über mangelhafte Aufsicht. Die Ermittler konzentrieren sich auf die Frage, ob schwache Materialien oder Abkürzungen beim Bau die Katastrophe verursacht haben könnten.

Mehr Fragen zu Sicherheitskontrollen

Während die Ermittlungen weitergehen, fragen sich immer mehr Menschen, wie das Projekt trotz früherer Warnungen vorangetrieben werden konnte. Der Einsturz wirft ernste Fragen zu den Sicherheitskontrollen auf und dazu, ob die Regierungsbehörden und die Bauarbeiter ihre Arbeit richtig gemacht haben. Einige thailändische Beamte und Ingenieure fordern nun eine umfassende Überprüfung der Art und Weise, wie große Gebäude genehmigt und gebaut werden, insbesondere in Gebieten, die von Erdbeben betroffen sein könnten.

China bietet Hilfe an, während die Suche weitergeht

Der chinesische Botschafter in Thailand, Han Zhinqiang, hat versprochen, bei den Ermittlungen zu helfen. Such- und Rettungsteams sind immer noch vor Ort und hoffen, dass sie noch jemanden finden, der unter den Trümmern eingeschlossen ist. Während die Chancen, Überlebende zu finden, schwinden, suchen die Rettungskräfte weiter, da man davon ausgeht, dass Dutzende von Arbeitern vor Ort waren, als das Gebäude einstürzte.