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BSG-Urteil 
 

Klinische Linguisten (BKL) können sich niederlassen

In einem Urteil vom 25.9.2001 hat das Bundessozialgericht (BSG) entschieden, dass vom BKL anerkannte Klinische Linguisten eine Kassenzulassung nicht verweigert werden darf (Az: B 3 KR 13/00 R). Seit diesem Urteil können Klinische Linguisten (BKL) sich niederlassen und in eigener Praxis arbeiten.

Das BSG führt aus, dass die Auffassung, dass ein Leistungsanbieter nur dann zur Abgabe sprachtherapeutischer Leistungen zugelassen werden kann, wenn er von seiner Ausbildung und Berufspraxis her die gesamte Breite der Sprachtherapie, also die Stimmtherapie, die Sprechtherapie und die eigentliche Sprachtherapie, abdeckt und dabei sämtliche Arten von Fehlfunktionen, also organische, psychische und neurologische Störungen gleichermaßen behandeln kann, unzutreffend sei. Es sei nicht erkennbar, dass die Versorgung der Versicherten durch einen nur auf einen Teilbereich spezialisierten Sprachtherapeuten gefährdet werden könnte. Soweit Spezialerkenntnisse erforderlich sind, dürfte im Gegenteil eine Verbesserung der Versorgung eintreten.

Eine Zulassung zur Sprachtherapie darf auch bei Beschränkung auf bestimmte Störungsbilder oder Teilbereich der Sprachtherapie (hier: Klinische Linguistik) nicht versagt werden. Voraussetzung hierfür ist die Qualifikation in einem „abgrenzbaren Teilbereich der Sprachtherapie“. Der Nachweis der fachlichen Qualifikation über den Bundesverband für Klinische Linguistik reicht als berechtigende Erlaubnis aus.

Urteilstext
Das Original des BSG-Urteils
Kommentar der Kanzlei Ratajczak
Kommentar der Kanzlei Ratajczak zum BSG-Urteil, die die Klägerin - eine Klinische Linguistin (BKL) - erfolgreich vertreten hat
Kommentar des BKL
Der Vorsitzende des BKL im Jahr 2002 - PD Dr. Ernst de Langen - kommentiert das Urteil des BSG