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BKL-Ausbildungsrichtlinie

V. Abschnitt: Supervisionsordnung

(1) Der Vorstand des BKL beruft im Einvernehmen mit der Supervisionskommission geeignete Klinische LinguistInnen in die Funktion von Supervisoren zur Betreuung der LinguistInnen im Praktikum (LiPs).

(2) Das Postgraduiertenpraktikum (PP) wird jeweils durch eine/n klinikinterne/n und eine/n klinikexterne/n SupervisorIn betreut. Die Aufgaben interner und externer SupervisorInnen sind unter 2 und 3 genauer spezifiziert.

(3) Interne und externe SupervisorInnen sind in jedem Falle verpflichtet, für die Durchführung des PP gemäß aller BKL-Richtlinien Sorge zu tragen. Bei Unstimmigkeiten sind die Supervisionskommission bzw. die Postgraduiertenkommission unverzüglich einzuschalten. Beide SupervisorInnen geben ein Votum bezüglich der Zulassung zur mündlichen Prüfung ab.

(4) Ein Wechsel interner oder externer SupervisorInnen während des PP ist der Postgraduiertenkommission unverzüglich mitzuteilen.


Berufung zum Supervisor des BKL

Alle anerkannten Klinischen LinguistInnen (BKL) können sich formlos bewerben, in die Funktion als SupervisorIn des BKL berufen zu werden.Dazu sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen, die sich bei internen SupervisorInnen von denen externer SupervisorInnen unterscheiden. Alle Berufungen zu einem internen oder externen Supervisor des BKL sind zunächst befristet; sie gelten grundsätzlich nur für die Betreuung zweier LiPs. Nach Beendigung der zweiten Supervision endet die befristete Berufung. Die Supervisionskommission erhebt dann auf formlosen Antrag des bis dahin befristet berufenen Supervisors nach einem festgelegten Verfahren Informationen über die Supervisionstätigkeit (Rückmeldungen von der Postgraduiertenkommission und den LiPs) und empfiehlt dem Vorstand gegebenenfalls eine fristlose Berufung auszusprechen. Der Vorstand hat auch im Einvernehmen mit der Supervisionskommision die Möglichkeit, die folgende Berufung weiterhin zu befristen.Im Falle ernstzunehmender Verfehlungen hat der Vorstand im Einvernehmen mit der Supervisionskommission das Recht, auch die unbefristete Berufung wieder zu entziehen


Grundsätzliche Berufungsvoraussetzungen

Um als SupervisorIn des BKL berufen werden zu können, müssen die AntragstellerInnen grundsätzlich folgende Voraussetzungen erfüllen:

(1) Anerkennung als Klinische/r LinguistIn (BKL).

(2) Die KandidatInnen müssen eine mindestens fünfjährige Tätigkeit als Klinische LinguistInnen nachweisen. Für diesen Zeitraum müssen sie mindestens eine Dreiviertelstelle (25 Wochenstunden) innehaben. Diese Tätigkeit umfasst verbindlich diagnostische und therapeutische Aufgaben der im Berufsbild dargestellten relevanten Störungsbilder.

(3) Die KandidatInnen sollen Veröffentlichungen in mindestens einem relevanten Themenbereich der Klinischen Linguistik nachweisen können.

(4) Die KandidatInnen sollen in Fort- und Weiterbildung aktiv sein.

(5) Die KandidatInnen verpflichten sich, regelmäßig (mindestens zweimal in fünf Jahren) an den von der Supervisionskommission des BKL organisierten Fortbildungsveranstaltungen für SupervisorInnen teilzunehmen und für ihre eigene klinische Tätigkeit in regelmäßigen Abständen (mindestens alle drei Jahre) Supervisionen nachzuweisen. Die Supervisionskommission ist berechtigt, KandidatInnen zu einem Gespräch einzuladen, um sich zusätzlich zu den genannten Unterlagen einen Eindruck von den Voraussetzungen verschaffen zu können.


Allgemeines Berufungsverfahren

Ein Antrag auf Berufung in die Funktion eines Supervisors des BKL ist über die Geschäftsstelle des BKL bei der Supervisionskommission zu stellen. Jeder Antrag wird individuell bearbeitet. Der BKL kann eine Bearbeitungsgebühr erheben.Die Supervisionskommission spricht gegenüber dem Vorstand gegebenenfalls eine Empfehlung zur Berufung als SupervisorInnen aus. Der Vorstand kann AntragstellerInnen daraufhin in die Funktion von SupervisorInnen berufen. Nicht die Erfüllung der Qualifikationsvoraussetzungen berechtigt dazu, die Funktion als SupervisorIn zu übernehmen, sondern allein die Berufung durch den Vorstand des BKL. Diese gilt grundsätzlich nur solange die Berufungsvoraussetzungen erfüllt sind. Bei befristeter Berufung gilt sie für die Dauer ihrer Befristung. Bei unbefristet berufenen SupervisorInnen gilt die Berufung bis auf Widerruf durch den Vorstand, für den die Zustimmung der Supervisionskommission erforderlich ist.Einem Antrag auf Berufung als SupervisorIn sind folgende Unterlagen in dreifacher Ausführung beizufügen:

(1) Mitgliedsurkunde bzw. -karte des BKL (Kopie),

(2) Bestätigung des Arbeitgebers über eine mindestens fünfjährige Tätigkeit als Klinische/r LinguistIn in Diagnostik und Therapie in einzeln aufzuführenden Störungsbildern bzw. Arbeitszeugnis mit vergleichbarem Inhalt,

(3) Publikationsliste im Bereich Klinische Linguistik (und 3 Sonderdrucke),

(4) Liste der als DozentIn durchgeführten Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen im Bereich Klinische Linguistik,

(5) Teilnahmebescheinigungen an Fort- und Weiterbildungen im Bereich Klinische Linguistik,

(6) Teilnahmebescheinigung/en an Supervisionen,

(7) drei schriftliche Falldarstellungen aus dem Bereich der Arbeitsschwerpunkte des/der KandidatIn (Hinweise zu Inhalt und Form sind über die Geschäftsstelle zu beziehen).


Funktionsvoraussetzung für externe SupervisorInnen
Alle berufenen SupervisorInnen des BKL sind berechtigt, die Funktion externer SupervisorInnen zu übernehmen. Für die Anerkennung als interne SupervisorInnen müssen zusätzliche Bedingungen erfüllt sein.